Innovative Behandlungs- und Analysensysteme für Abfälle für den Bergversatz

Die folgenden beiden Beispiele geben einen Eindruck der Aktivitäten der GCTU auf dem abfalltechnischen Gebiet des Bergversatzes

Beispiel 1:
Entwicklung und Bau eines Analysengeräts für die
Bestimmung des TOCbio

Nach der Versatzverordnung vom Juni 2004 ist eine Grenzwert-
Überschreitung des Parameter TOC (6 Massen% TS) möglich, wenn der TOC nicht auf Abfallbestandteile zurückzuführen sind, welche zu gefährlicher Gasbildung Unter Tage führen.
Somit wird die Zulassung von grundsätzlich versatzgeeigneten Abfällen ermöglicht, die nur analytisch bedingt einen unerwünschten Organikgehalt vorspiegeln.
Für die Praxis bedeutet dies, dass nicht der TOC eines Abfalls maßgeblich ist - dieser könnte z.B. auch aus nicht relevantem Koksstaub bestehen - sondern der mikrobiell abbaubare TOC (hier: TOCbio) welcher zu unerwünschten gasförmigen Stoffwechselprodukten, wie Methan, Kohlendioxid und Gerüchen Anlass gibt.
Um diesen Parameter messen zu können wurde eine hierfür geeignete Prüfapparatur entwickelt, welche zwischenzeitlich am Markt erhältlich ist.
Beispiel 2:
Salzkonservierung von Abfällen mit hohem organischen Anteil für die Untertageverbringung in Salzformationen
Um den ökologisch optimalen Entsorgungsweg der Untertageverbringung in tiefliegenden Salzformationen, welcher heute nur für hierfür genehmigte Industrieabfälle gangbar ist, zukünftig auch für Abfälle aller Art verfügbar zu machen, kann ein innovatives Abfallbehandlungsverfahren – die Salzkonservierung von Abfällen - zur Anwendung kommen.
Hierdurch gelingt es, die für die stoffliche Zersetzung verantwortlichen Bakterien so zu inaktivieren bzw. abzutöten, dass die Zersetzungsvorgänge vollständig und immerwährend zum Stillstand kommen, wodurch Probleme mit der Freisetzung von Methan und Kohlendioxid sowie von Gerüchen ebenfalls vollständig und immerwährend ausgeschlossen sind.

Eine solche Inaktivierung besteht in der Zugabe von Salz zum Abfall – und zwar in einer solchen Menge, dass Mikroorganismen (einschließlich Extremophiler) – welcher Spezies auch immer - nicht mehr lebensfähig sind.

Dieses bisher in der Abfalltechnik nicht bekannte und bisher auch nicht eingesetzte Inaktivierungsverfahren für Abfälle, erschließt der Abfallwirtschaft neue Perspektiven, zumal das Verfahren unkompliziert ist, Kochsalz billig ist und in großen Mengen zur Verfügung steht. Auch existieren geeignete Räumlichkeiten in tiefliegenden Salzformationen in großem Umfange bzw. können geschaffen werden. Da jeglicher Kontakt der so behandelten Abfälle mit der Biosphäre via Grundwasser und Atmosphäre ausgeschlossen ist, entfallen Nachsorgemaßnahmen

Die Anwendbarkeit des Verfahrens wird derzeit auf Genehmigungs-fähigkeit geprüft. Kontaktieren Sie uns, wenn in Ihrer Firma Abfälle anfallen, die bislang nur zu hohen Preisen entsorgt werden können.
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