Umwelttechnische Begutachtungen und Bewertungen
im In- und Ausland

Die folgenden 5 Beispiele aus durchgeführten, umfangreichen Projekten mögen einen Einblick in die innovative, wissenschaftlich technische - und dennoch praxisnahe - Arbeitsweise der GCTU geben.
Besonderer Wert wird generell auf Berechnungen und auf zielführende quantitative Beschreibungen gelegt.

Beispiel 1:
Entwicklung eines anwenderfreundlichen PC-Programms für die Simulation der Wärmeleistung des Input-Mix in einer Drehrohr-Pyrolyseanlage für das Aluminium-Recycling aus aluminiumhaltigen Abfällen.

Jede beliebige Änderung einer Variablen in der PC-Eingabe zeigt sofort die Auswirkungen auf die interessierenden Kenngrößen in der PC-Ausgabe. Hierdurch konnte das Beheizungssystem der Pyrolyseanlage maßgeblich optimiert werden.

Beispiel 2:
Abschätzung des Anfalls gefährlicher Abfälle in der Industrieregion eines außereuropäischen Landes mit Hilfe westeuropäischer produktionsspezifischer Kenngrößen.

Statistiken betreffend Abfallmengen und Produktmengen im betreffenden Land waren nicht verfügbar bzw. nicht vorhanden – wohl aber in Deutschland.
Unter der vereinfachenden Voraussetzung, dass - ortsunabhängig - bei der Produktion eines bestimmten Produkts ähnliche Abfälle in ähnlicher Menge anfallen und hierbei eine ähnliche Anzahl Personen beschäftigt sind, wurde die folgende Abschätzung durchgeführt. Dabei wurden die gut dokumentierten Verhältnisse in Deutschland zu Grunde gelegt.
Mit Hilfe solcher Abschätzungen wurde eine Verbrennungsanlage für Industrieabfälle realisiert, wobei noch Faktoren betreffend die unterschiedliche Produktivität der Beschäftigten in Deutschland und in der X-Region berücksichtigt wurden.

Beispiel 3:
Die GCTU als Partner in einem EU-Phosphor-Recyclingprojekt

Die GCTU mbH ist einer von 9 Partnern beim EU-Projekt “Recovery of Phosphorus from Sewage Sludge and Sewage Sludge Ashes with the thermo-reductive RecoPhos-Process” (EU-funded Collaborative Project (FP7-ENV-2011-Eco-Innovation-TwoStage)

Phosphor ist ein lebensnotwendiges Element, dessen Rohstoffquellen, nach heutiger Kenntnis, in einem verhältnismäßig kurzem Zeitfenster verknappen werden. Mit einem innovativen thermischen Prozess, dem Inducarb-Prozess, besteht die Möglichkeit, Phosphor aus Klärschlammasche oder auch aus anderen Phosphorträgern, wie Tiermehl, zurückzugewinnen. Der Prozess lehnt sich an das altbekannte thermoelektrische Wöhler-Lichtbogenverfahren an, wobei im Unterschied hierzu beim Inducarb-Prozess die Reduzierung der Phosphate zu elementarem Phosphor auf der Oberfläche eines induktiv erhitzten Koksbettes bei 1700 ° C stattfindet.

Letztlich wird angestrebt, die in Klärschlammverbrennungsanlagen als Abfall anfallenden Klärschlammaschen auf das Zielprodukt einer hochreinen Phosphorsäure aufzuarbeiten. Das Phosphorpotential in Klärschlammaschen ist mit ca. 8 Masse% Phosphor verhältnismäßig hoch.

Beispiel 4:
Die GCTU als Partner bei der Entwicklung eines Sonderabfall-Entsorgungskonzepts für die Türkei

Die GCTU war maßgeblich an der Entwicklung eines Sonderabfall-Entsorgungskonzepts für die Türkei beteiligt.

Stufe 1: Entwicklung des HaWaMan Konzepts, (Hazardous Waste Management Concept Development, 2008 bis Mitte 2009). Die GCTU stellte den Key Expert betreffendGefährliche Abfälle. Projekt gefördert durch GTZ Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit. Durchführende Stelle: Türkisches Ministerium für Umwelt und Forsten, Ankara

Stufe 2: Durchführung des KfW Entwicklungsbank-Projekts „Implementation Concept Study Hazardous Waste Management Turkey”. Auftraggeber: Türkisches Ministerium für Umwelt und Forsten, Ankara (Mitte 2009 bis Mitte 2011). Auftragnehmer war IP Consult, Institut für Projektplanung, Stuttgart. Die GCTU stellte den International Team Leader.

Massenflussdiagramm: Empfehlungen für künftig einzuschlagende Sonderabfall-Entsorgungswege in der Türkei, 2012 f (Ausarbeitung durch GCTU)

Beispiel 5:
Die GCTU als Partner beim IGNIS-Projekt

Die GCTU mbH ist einer von 9 Partnern beim BMBF-Projekt IGNIS (IGNIS: „Einkommensgenerierung und Klimaschutz durch die nachhaltige Inwertsetzung von Siedlungsabfällen in zukünftigen Megacities“. Auftragnehmer ist der AT-Verband, Stuttgart (AT-Verband, gemeinnütziger Verein, steht für den Einsatz angepasster, sozial- und umweltverträglicher Technologien). Projektlaufzeit 2008 bis 2013. Als Beispielstadt wurde Addis Abeba, Äthiopien, gewählt.

Die im Rahmen des Projekts gestellte Aufgabe der GCTU war die Entwicklung eines einfachen und emissionsarmen Pyrolyseprozesses für getrocknete cellulosehaltige Abfälle (Ernterückstände, Schwachholz, Blumenabfälle aus Blumenfarmen u.ä.) bis zur Anwendungsreife. Ziel war die Produktion von vermarktbarem brikettierbarem „Biokoks“, als Brennstoff für Haushaltungen. Das Verfahren soll auch dazu beitragen, die „wilde“ Abholzung zur Gewinnung von Holzkohle in emissionsintensiven Meilern einzudämmen.

Die Abbildungen geben das Verfahren wieder, welches von einer Person betrieben werden kann. Das Verfahren wird derzeit in Äthiopien und in Kenia implementiert.